Attila
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Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
Konzertante Oper in der Berliner Philharmonie
Oper in einem Prolog und drei Akten; Libretto von Temistocle Solera und Francesco Maria Piave nach Zacharias Werner; Uraufführung am 17. März 1846 am Teatro La Fenice in Venedig; Premiere in der Berliner Philharmonie am 19. Juni 2013
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Besetzung
Besetzung
| Musikalische Leitung | Pinchas Steinberg |
| Chöre | William Spaulding |
| Attila | Erwin Schrott |
| Ezio | Dalibor Jenis |
| Odabella | Liudmyla Monastyrska |
| Foresto | Massimo Giordano |
| Uldino | Jörg Schörner |
| Leone | Ante Jerkunica |
| Chöre | Chor der Deutschen Oper Berlin |
| Orchester | Orchester der Deutschen Oper Berlin |
Informationen
Informationen
Giuseppe Verdi durchforstete auf seiner lebenslangen Suche nach „neuen, großen, schönen, abwechslungsreichen, kühnen Stoffen“ auch die Dramen der deutschen Romantiker, vier Mal wurde er bei Schiller fündig. Auch Grillparzers Schicksalsdrama „Die Ahnfrau“, auf das schon Beethoven aufmerksam geworden war, kam in seinen Fokus. Wie Beethoven drang Verdi auch zu Zacharias Werner, dem vergessenen Erfinder des Schicksalsdramas, und dessen „Attila, König der Hunnen“, vor. Nicht das Schicksalhafte zog ihn daran an, sondern das Mystische, Imaginäre, Traumverlorene. Auch die politische Dimension – Werner zog Parallelen zwischen Attila und Napoleon, allerdings ohne sich um historische Details zu kümmern. Die größte Kühnheit des Stücks ist im imaginären Aufeinandertreffen Attilas mit Papst Leo, im Personenverzeichnis „Leone, ein alter Römer“, am Ende des ersten Aktes erreicht. In einer Traumszene ahnt Attila den unbeugsamen Widerstand der Römer voraus und als aus dem Traum Wirklichkeit wird, glaubt er riesenhafte Gestalten mit flammenden Schwertern am Himmel zu sehen.
Das Libretto leidet etwas unter seiner eiligen Herstellung abwechselnd durch die beiden wichtigsten Mitarbeiter des frühen Verdi, Francesco Maria Piave und Temistocle Solera. Von Giftmischerei bis zum Tod des Negativ-Helden durch das Schwert einer Frau ist jedoch alles enthalten, was ein italienisches dramma lirico jener Zeit bieten kann: unendliche Gelegenheiten zur Entfaltung musikalischer Augenblicke.
Die Vorstellung von Giuseppe Verdis ATTILA am 19. Juni 2013 wird von Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet und am 13. Juli 2013, 19.05 Uhr ausgestrahlt. Deutschlandradio Kultur ist in Berlin über 89,6 MHz, digital sowie über Livestream www.dradio.de zu empfangen.









